Rauchdurchzündungsanlage (RDA) nimmt Betrieb auf

Neue Feuerwehr-Schulungsstätte ist montiert – Lehrgänge ab September ´13

Mehr als zwei Jahre des Wartens, der Planung und Realisierung wurden von den Feuerwehren im Landkreis Traunstein geduldig ertragen -  nun ist sie da, die Rauchdurchzündungsanlage (RDA) Traunstein. Die neue Aus- und Fortbildungsanlage für die Atemschutzträger wurde auf dem Gelände des Bauhofes in Übersee am Waldweg aufgestellt, montiert und erstmals stieg Rauch aus der Übungs- und Trainingsanlage für die Floriansjünger.

 

Mit zwei großen Lastzügen wurde die Rauchdurchzündungsanlage von der Herstellerfirma in Creglingen in die Chiemseegemeinde transportiert. Mit einem großen Autokran wurden die Bauteile auf die vorbereiteten Fundamente aufgesetzt und anschließend zusammengebaut. Danach erfolgte die erste Probebefeuerung. Die Ausbilder, die ihre Kameraden künftig ausbilden und schulen, wurden in die neue Anlage eingewiesen und absolvierten selbst die ersten Übungsläufe. Einen ganzen Tag nahm es in Anspruch die Handhabung, Sicherheitshinweise und Befeuerungstipps zu besprechen und die Schulungsanlage so genau kennen zu lernen. Die Vertreter der Herstellerfirma International Fire & Rescue Training stellten beim ersten Probebetrieb unter Beweis, dass die Anlage perfekt konstruiert wurde und fehlerfrei funktioniert.

 

Atemschutzträger sind bei fast jedem Löscheinsatz unverzichtbar! Ihr Einsatz ist aber auch besonders gefährlich. Die Feuerwehrler mit Atemmaske um Mund und Nase und mit Druckluftflasche auf dem Rücken sind häufig das Rückgrat der Löschmannschaften, weil sie aufgrund ihrer Spezialausbildung in verqualmte Räume vordringen, Menschen retten und Brandherde ausfindig machen können. Es gehört aber auch ein gehöriges Stück Mut sowie Selbstvertrauen in die eigene Ausbildung dazu, um in ein rauchgefülltes, brennendes Haus oder in einen Raum zu gehen, ohne zu wissen, was einen darin erwartet. Das bedeutet häufig ein Vortasten ohne jede Sicht. Meist sehen die Atemschutzträger nicht einmal ihre eigene Hand vor den Augen, so stark ist der Brandrauch.

 

Um die rund 1600 Atemschutzträger im Landkreis Traunstein bestmöglich auszubilden und auf den Ernstfall vorzubereiten, hat sich der Kreisfeuerwehrverband Traunstein für die Errichtung der Rauchdurchzündungsanlage (RDA) Traunstein, der zweiten seiner Art in Oberbayern stark gemacht, betonte Christof Grundner, Fachkreisbrandmeister Atemschutz zu Beginn des Probebetriebes. „Die Realbrandausbildung ist ein wertvoller und unter Umständen lebenswichtiger Bestandteil der Ausbildung für Atemschutzträger“, so Grundner.

Kreisbrandrat Hans Gnadl würdigte die Gemeinde Übersee und die Feuerwehr Übersee für die großartige Unterstützung, ebenso den Landkreis Traunstein für die finanzielle Förderung des 110.000 Euro teuren Projektes. Der Landkreis Traunstein hat den Kauf und Betrieb der RDA mit 40.000 Euro unterstützt. Gnadls Dank galt besonders den Anliegern und hofft auf deren weiteres Wohlwollen und Verständnis. Der Kreisbrandrat würdigte zudem die Spedition Eberl und den Kranbetrieb Leitner, die den Transport und die Montage der Brandsimulationsanlage großzügig unterstützten. 

 

Die neue Schulungsanlage ist nun betriebsbereit. In den nächsten Wochen und Monaten werden die Ausbilder weitere Trainingseinheiten absolvieren, um sich selbst fit zu machen. Im September sollen die ersten Lehrgänge für die Feuerwehren im Landkreises Traunstein angeboten und durchgeführt werden. pv.

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