Tödlicher Verkehrsunfall: 75-Jähriger prallt mit Pkw frontal gegen Lkw

Altenmarkt. Keine Rettung gab es für einen 75-jährigen Traunreuter nachdem er auf der Bundesstraße 304 mit seinen Pkw frontal gegen einen entgegenkommenden Lkw geprallt war. Trotz der sofort begonnenen Wiederbelebungsmaßnahmen von Ersthelfern, die von Rettungsdienst und Notarzt fortgesetzt wurden, erlag der 75-jährige noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der 28-jährige Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf blieb unverletzt.

Der tragische Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwoch (9.8.17) gegen 14:40 Uhr. Der Traunreuter war mit seinem Mercedes von Obing kommend in Richtung Altenmarkt unterwegs. Kurz vor dem Ortseingang von Altenmarkt kam er aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Lkw mit Anhänger, der mit Baumstämmen beladen war. Der 28-jährige Lkw-Fahrer bremste noch, konnte den Frontalzusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Der Mercedes krachte nach Einschätzung der Polizei ungebremst in die Zugmaschine. Ersthelfer vor Ort versuchten den 75-Jährigen zu reanimieren, leider ohne Erfolg. Er verstarb an der Unfallstelle. Ein Angehöriger, der als Feuerwehrler vor Ort im Einsatz war, identifizierte den tödlich verletzten Mann. Wie die Polizei Trostberg berichtet fuhren drei Fahrzeuge an der Unfallstelle vorbei, ohne zu Helfen, obwohl die Ersthelfer dringend noch Unterstützung gebraucht hätten und sogar versuchten die Fahrzeuge anzuhalten.

Alarmiert wurden auch die Feuerwehren Altenmarkt, Trostberg, Rabenden und die Werksfeuerwehr der Alzmetall mit insgesamt 35 Mann und acht Fahrzeugen im Einsatz waren. Die Floriansjünger sicherten die Unfallstelle ab, banden ausgelaufene Betriebsstoffe, unterstützen die Bergungsarbeiten und leiteten den Verkehr um. Von Seiten des BRK-Rettungsdienstes waren zwei Rettungswagen aus Garching und Traunreut am Unfallort, der Notarzt aus Trostberg, der Rettungshubschrauber Christoph 14 und der Einsatzleiter Rettungsdienst. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizei Trostberg, sie führt auch die Ermittlungen zu Unfallursache. Ein Kriseninterventionsteam (KIT) des Malteser Hilfsdienstes unterstützte die Polizei bei der Angehörigenverständigung.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein stellte die beiden Fahrzeuge sicher und beauftragte ein unfallanalytisches und technisches Gutachten. Nach Polizeiangaben entstand ein Gesamtsachschaden von rund 70.000 €. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Bundesstraße war für etwa dreieinhalb Stunden komplett gesperrt.

Text: Peter Volk / Pressemitteilung PI Trostberg
Bilder: Südost-News / FDL news (siehe Link)

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