Frontalzusammenstoß auf der Autobahn A8: 52-jähriger Mann kommt ums Leben

Grabenstätt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A 8 kam am Donnerstag (10.3.16) gegen 2.20 Uhr ein 52-jähriger Mann ums Leben. Der Mann aus Ungarn stand oder fuhr mit seinem Pkw aus noch nicht endgültig geklärter Ursache entgegen der Fahrspur in Richtung München. Ein Kleintransporter, der in Richtung München unterwegs war prallte mit großer Wucht gegen den Pkw. Der Pkw-Lenker aus Ungarn erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Er wurde im Wrack seines Fahrzeuges eingeklemmt. Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst konnten dem Ungarn nicht mehr helfen. Der 27-jährige Fahrer des Kleintransporters kam mit mittelschweren Verletzungen davon.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei fuhr ein 27-jähriger Paketdienst-Fahrer aus Österreich mit seinem Mercedes Sprinter von Salzburg in Richtung München. Zwischen der Rastanlage Hochfelln-Nord und der Anschlussstelle Grabenstätt erkannte er plötzlich ein entgegenkommendes oder möglicherweise stehendes Fahrzeuge, einen Pkw Ford Focus, dem er nicht ausweichen konnte und frontal mit diesem zusammenprallte. Der 52-jährige Pkw-Lenker aus Ungarn wurde eingeklemmt und erlitt schwerste Verletzungen, denen er noch an der Unfallstelle erlag. Der Kastenwagenfahrer, der nicht angeschnallt war, erlitt unter anderem eine Fraktur am Knie. Er wurde nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle mit einem BRK-Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Klinikum Traunstein gebracht.

Alarmiert wurden auch die Feuerwehren Bergen und Holzhausen. Die Floriansjünger blieb nur die Aufgabe, den Leichnam des verstorbenen Autofahrers aus dem völlig deformierten Pkw zu befreien. Zudem stellten die Feuerwehren den Brandschutz sicher, leuchteten die Unfallstelle aus und unterstützten die Rettungs- und Bergungsarbeiten. Der Rettungsdienst war mit einem Einsatzleiter, zwei Notarztfahrzeugen und zwei Rettungswagen vor Ort.

Durch herumliegende Trümmerteile war zunächst nicht nur die Fahrbahn in Richtung München, sondern auch die Gegenfahrbahn betroffen. Während der Beseitigung der Trümmerteile kam es zu kurzen Behinderungen. Die Fahrbahn in Richtung München wurde durch die Verkehrspolizei Traunstein komplett gesperrt. Dabei wurde die Polizei von den Bediensteten der Autobahnmeisterei Siegsdorf unterstützt. Der Verkehr in Richtung München wurde an der Anschlussstelle Bergen ausgeleitet und umgeleitet. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens zur Nachtzeit hielten sich die Behinderungen und ein Rückstau in Grenzen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein Sachverständiger zur Klärung der Unfallursache mit einem Gutachten beauftragt. Auch eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens, um die notwendigen Ermittlungen zu veranlassen. Noch ist ungeklärt, warum sich der Ford Focus entgegen der Fahrtrichtung auf der Autobahn befand. Zur Klärung sind umfangreiche, unter anderem technische Untersuchungen an den sichergestellten Fahrzeugen notwendig. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, den die Polizei auf rund 15.000 Euro schätzt. Auch im Hinblick auf die Fahrtüchtigkeit der beiden Fahrer liegen noch keine Untersuchungsergebnisse vor. Gegen 7.30 Uhr war die Bergung der beiden Fahrzeuge abgeschlossen und die Fahrspur in Richtung München konnte für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Text: Peter Volk / Pressemeldung VPI Traunstein
Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bergen

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