Feuer an Außenschalung eines Holzhauses

Chieming. „Vollbrand eines Holzhauses“ – diese Alarmmeldung riss die Feuerwehren aus Chieming und Umgebung an Heiligabend aus der Weihnachtsruhe. Gegen 17.25 Uhr heulten die Sirenen, nachdem über Notruf gemeldet worden war, dass ein Holzhaus in der Eglseer Straße in Flammen steht. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften stellte sich jedoch heraus, dass lediglich einige Quadratmetern der hölzernen Außenschalung in Brand geraten war. Das Feuer hatten die Floriansjünger rasch gelöscht. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei haben zündelnde Kinder das Feuer verursacht. Drei Kinder, die zusammen mit ihrer Mutter auf Weihnachtsbesuch bei ihrer Tante waren, zündelten im Garten des Hauses mit Papier. Weil das Papier nicht richtig brennen wollte, legten es die Kinder direkt neben dem Holzhaus ab. Dort wurde es vom Wind vermutlich doch entfacht und die Außenwand des Hauses begann zu brennen.
Mit Alarm der Stufe 3 - das bedeutet „Großbrand“ – beorderte die Rettungsleitstelle Traunstein ein Großaufgebot an Feuerwehren zu dem vermeintlichen Wohnhausbrand. Die Wehren aus Chieming, Seebruck, Ising, Hart, Nußdorf, Traunreut, Traunstein, Erlstätt und Grabenstätt rückten mit über 160 Mann an, zudem die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ (UG-ÖEL) sowie ein Rettungs- und ein Notarztwagen des Roten Kreuzes. Schnell konnte die Einsatzleitung Entwarnung geben. Der Brand verlief glimpflich, nur eine kleine Fläche der Holzverschalung an der Nordostecke des Einfamilienhauses, dies allerdings vom Sockel bis unter die Dachhaut brannte. Mit der neuen Wärmebildkamera der Feuerwehr Seebruck konnten noch heiße Bereiche rasch lokalisiert und die Bretterverschalung sowie das darunterliegende Dämmmaterial entfernt und der Schwelbrand gelöscht werden. Zeitgleich untersuchten Atemschutzträger das Gebäudeinnere, insbesondere die Wandvertäfelungen der Räume an der Nordostseite des Hauses. Eine gefährliche Hitzeentwicklung konnte aber nicht festgestellt werden. Nach Einsatz eines Belüftungsgerätes, um den leichten Brandrauch aus dem Gebäude zu blasen und nochmaliger gründlicher Absuche nach möglichen Glutnestern konnten die Feuerwehren nach rund einstündigem Einsatz wieder abrücken und zu den Familienfeiern an Heiligabend zurückkehren. Der Schaden an der Außenwand beläuft sich nach Schätzungen der Feuerwehr auf einige tausend Euro. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Text und Bilder. Peter Volk

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